Info
Bandname: Downhead
Albumname: EP 2011
Musikrichtung: Metal, Grunge
Erscheinungsjahr: 2011
Label: keins
Herkunft: Italien
Myspace: http://www.myspace.com/308588667
Website: keine

Interessant ist es ja schon, was man so alles für gute Bands ohne Plattenvertrag findet. Downhead aus Mailand sind eine davon. Die EP der Band gibt es kostenlos auf Facebook, MySpace, IndieFunda und diversen anderen Plattformen zum Download und nachdem ich sie mir angehört hatte, war klar, dass ich über diese Band ein Review schreiben musste.

Die Aufnahme beginnt mit dem Song „Waver“, einem rockigen, leicht melancholischen Song. Die progressiven Passagen im Refrain gefallen mir besonders, auch die rockige Bridge sticht positiv hervor. Leider plätschert der Song mit zunehmender Dauer etwas dahin und ob einem die Melancholie gefällt, ist deutlich stimmungsabhängig. Zwei Solos besitzt der Song auch, wobei mir das zweite deutlich besser gefällt.

Wie „Waver“ beginnt auch „Black As Me“ mit einem ruhigen Intro. Dieses gibt auch gleich einen ruhigen Vorgeschmack auf den sehr intensiven Refrain, der mir in diesem Song besonders gefällt. Hervorheben kann man in diesem Song erneut das zweite Solo und außerdem die schöne Basslinie am Ende des Songs.

Nach „Black As Me“ folgt ein kleines Interlude namens „Point Zero“, das mich leicht an die Zwischenspiele auf Lostprophets´ „Start Something“ erinnert. Ich hätte es besser gefunden, wenn es einen fließenden Übergang zwischen „Black As Me“ und „Under The Sky“ gehabt hätte.
„Under The Sky“ beginnt etwas energischer und überzeugt mit seiner kraftvoll treibenden Strophe und dem tollen Solo. Leider, leider ist der Refrain gesanglich sehr nah am Chorus von „Black As Me“. Das hätte man mit einem weiteren Song dazwischen umgehen können, sodass die Melodie aus dem Refrain von „Black As Me“ nicht mehr so frisch im Kopf gewesen wäre.

Allerdings lässt „Today Is Not Yesterday“ all das wieder vergessen. Der Song gehört zu meinen absoluten Favoriten der EP. Er beginnt wieder sehr ruhig, wird allerdings nach einer geraumen Zeit von einem Sinfonieorchester gestützt, was bei mir sofort eine Gänsehaut auslöste. Die Strophe gefällt mir sehr gut, der Refrain mit Sinfonieorchester ist das absolute Highlight des Songs. Warum geht der Song eigentlich nur 5 Minuten? 45 Minuten, ist das zu viel verlangt?

Den Abschluss der halbstündigen EP bietet „Nazca“. Meiner Meinung nach hätte man den Song lieber an eine andere Stelle platziert (zum Beispiel zwischen „Black As Me“ und „Under The Sky“, wodurch man „Point Zero“ durchaus als Intro der Scheibe hätte verwenden können). Das Instrumental erinnert vom Aufbau her stark an Metallica, was allerdings in meinen Augen eher positiv als negativ zu bewerten ist und den Song an keiner Stelle langweilig erscheinen lässt.

Die Scheibe legt zum Ende hin noch einmal zu und wird nach mehrmaligem Hören nie langweilig, sondern sogar besser. Meiner Meinung nach haben Downhead damit einen guten Grundstein für eine erfolgreiche Weiterarbeit gelegt. Es fehlt nur noch das Label.

Hörtipps: „Today Is Not Yesterday“, „Black As Me”

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Tracklist:
1. Waver
2. Black As Me
3. Point Zero
4. Under The Sky
5. Today Is Not Yesterday
6. Nazca

Besetzung:
Rhythmus-Gitarre, Gesang:     Marco Gioffrè
Leadgitarre:                            Alessandro Checchi
Bass, Backings:                      Martina Milzoni
Drums, Percussion, Backings: Stefano Leoni