Info
Bandname: Sepultura
Albumname: Nation
Musikrichtung: Metal, Rock
Erscheinungsjahr: 2001
Label: Roadrunner Records
Herkunft: Brasilien
Myspace: http://www.myspace.com/sepultura
Website: http://www.sepultura.com.br

Sepulturas “Nation” wird 10 Jahre alt, herzlichen Glückwunsch und willkommen an dieser Stelle zu den Classics, der Kategorie für (ein wenig) unterbewertete Alben.

“Nation” ist das zweite Album mit Derrick Green und gleichzeitig eines der abwechslungsreichsten der Bandgeschichte. Die Reise durch die 15 Titel (20 auf der Limited Edition) beginnt mit “Sepulnation” sehr “Roots”-lastig, straight aber nicht langweilig und wird durch das sich anschließende “Revolt” sehr kurz (0:59) jedoch intensiv in feinster Powerviolence Manier aufgelockert.

Die nächsten Titel bleiben der eingeschlagenen Richtung zwischen “Chaos A.D.” und “Roots” treu, ohne sich jedoch verstecken zu müssen, wie es “One Man Army” mit einer sehr guten Percussionarbeit und “Vox Populi” mit seinem fast hypnotischen Groove eindrucksvoll zeigen.

Die erste große Überraschung stellte für mich “The Ways Of Faith” dar: schöner, klarer Gesang, gute Leads, sehr starkes Ende.

Einer der größten Ohrwürmer des Albums folgt jedoch auf das sehr abwechslungsreiche “Uma Cura”: schwerer Groove, gute Effekte in den Interludes und ein tonnenschwerer, treibender Refrain – “Who Must Die ?” .

Der Einfallsreichtum, den Sepultura auf diesem Album zeigen sucht seinesgleichen: Vom homogenen “Saga” über das fast Raggealastige “Tribe To A Nation” bis hin zu dem schleppendem Politricks”, einzig “Human Cause” konnte mich nicht überzeugen.

Geschlossen wird das Album von dem für mich kompositorischen Höhepunkt: “Water”, einem sehr ruhigen, einfühlsam gesungenem Song mit einem der hypnotischsten Refrains überhaupt und dem Soundtrackartigen “Valtio”, einer Zusammenarbeit mit Apocalyptica – sehr sphärisch, einprägsam – der perfekte “letzte Song”.

Abschließend sei zu den Bonustracks der Limited Edition noch erwähnt, dass es manch einer Band nicht einmal gelingen würde, Songs von dieser Qualität als A-Seite zu schreiben (Bela Lugios Dead & Annihilation) – wer braucht da noch eine Reunion?

Fazit:
Nur Hits? Nein. Aber ein absolut abwechslungsreiches Album, welches sich entwickelt und auch nach Jahren noch Spaß macht. Sehr intelligente Songs und eine (fast) zeitlose Produktion machen den Charme dieses Werkes aus.

Hörtipps:”Sepulnation”, “The Ways Of Faith”, “Who Must Die” und “Water”

Bewertung: 8 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Sepulnation
02. Revolt
03. Border Wars
04. One Man Army
05. Vox Populi
06. The Ways Of Faith
07. Uma Cura
08. Who Must Die?
09. Saga
10. Tribe To A Nation
11. Politricks
12. Human Cause
13. Reject
14. Water
15. Valtio
16. Bela Lugosi’s Dead (Bonustrack)
17. Annihilation (Bonustrack)
18. Rise Above (Bonustrack)
19. Revolt [Demo] (Bonustrack)
20. Roots Bloody Roots [Live] (Bonustrack)