Info
Bandname: Salut the Sergeant
Albumname: Heavy Walk (EP)
Musikrichtung: Alternative Rock
Erscheinungsjahr: 2013
Label: keins
Herkunft: Deutschland
Facebook: www.facebook.com/Salut.The.Sergeant

Als Amateurmusiker (zu der Gattung gehört übrigens jeder hier bei New Rock Reviews) weiß man, wie schwer es ist, einen eigenen Sound zu finden, mit dem man zufrieden ist und gleichzeitig auch irgendwie einzigartig klingt. Die Leipziger Salut the Sergeant haben sich an diesem Spagat auf ihrer Debüt-EP „Heavy Walk“ probiert – und gut gemeistert?

Die EP beginnt mit dem Song „Steve“, der mich durch seinen Pre-Punk-Einfluss stark an The Velvet Underground erinnert, auch wenn der Song am Ende nicht total zerstört wird. Aber gerade wegen diesem Flair und dem coolen Taktwechsel am Ende der Nummer, wird der Song zum Hörtipp.

Auch der Titeltrack „Heavy Walk“ zeigt sich von einer stark funkig-jazzigen Seite. Definitiv eine richtig coole Nummer. Gesanglich bewegt sich das Ganze irgendwo zwischen Dylan und Lou Reed, was wohl nicht jedermann’s Sache ist, mich allerdings nicht weiter stört, schließlich sprach man in den 60er Jahren auch vom fehlenden Talent eines Neil Young (oder auch Lou Reed), die beide heutzutage immer noch durch die Welt touren.


Der letzte Track der EP, „Down at the Bar“, beginnt recht alternativ und leicht jazzig. Besonders in der Strophe hat der Song einen Klang, als wäre er aus einem dieser altmodischen Detektiv-Filme entnommen, was mich allerdings trotzdem überzeugen kann. Es dauert auch nicht lange, bis die Nummer richtig losgeht und quasi explodiert. Gemeint ist hier der Mittelteil, der später wieder in diesen jazzigen Anstrich übergeht. Für Abwechslung ist also auch hier gesorgt.

Fazit: Der anfangs erwähnte Spagat ist meiner Meinung nach gut gelungen. Die 60er-Jahre-Produktion, einfallsreiches Songwriting, der bereits jetzt schon gefundene Stil und ein wenig Zeit zum Reinhören sind definitiv ein großes Plus für die EP. Allerdings kann ich auch Salut the Sergeant auf Grund der geringen Songanzahl (auch wenn ich weiß, dass es gerade finanziell schwer ist, mehr Songs auf eine eigene EP zu pressen) nicht mehr als 6 Punkte geben.

Hörtipp: „Steve“

Bewertung: 6 von 10 Punkten

Tracklist:
1. Steve
2. Heavy Walk
3. Down at the Bar

Besetzung:
Gesang, Gitarre: Markus Lindner
Bass: Christoph Kürz
Schlagzeug: Georg-Maximilian Bielfeldt