Info

Bandname: Avenged Sevenfold
Albumname: Hail to the King
Musikrichtung: Rock
Erscheinungsjahr 2013
Label: Warner Bros. Records
Herkunft: USA
Facebook: www.facebook.com/avengedsevenfold
Website: www.avengedsevenfold.com/

„Know me by name, shepherd of fire!“, das nenne ich doch einen wirklich gelungenen Einstieg in ein Album. Tatsächlich kann ich an dieser Stelle auch gleich sagen, dass es sich bei dem Opener „Shepherd of Fire“ um einen meiner Favoriten auf Hail to the King handelt: Cooler Refrain, groovige Riffs, viele kleine Spielereien seitens des Schlagzeugs, ja der Song geht richtig gut rein!
Darauf folgt der Titeltrack der Scheibe. Prinzipiell ein guter Midtempo-Rocker, allerdings kein Song, der einen wirklich mitreißt – schicke Leads, gute Hookline, aber eben nichts besonderes.
Bedeutend spannender fand ich da schon eher „Doing Time“: Die Riffs sind eingängig und die Nummer ist nicht ganz so vorhersehbar – dass auch in diesem Song die Leads echt gelungen sind, sei nur am Rande erwähnt, AVENGED SEVENFOLD sind ja für mehr als solide Gitarrenarbeit bekannt.
Mit „This Means War“ liefert man eine tonnenschwere Groovebombe ab, allerdings fühlt man sich bei diesem Lied doch sehr stark an einen anderen Song erinnert, den eine, zugegeben wenig bekannte Band namens METALLICA im Jahre 1991 veröffentlichte.
„Requiem“ und „Crimson Day“ bilden die Mitte des Albums. Ersterer ist ein recht sperriger Monumentalsong mit Orchestrierung und extrem viel Pathos, zum Glück nicht das längste Lied auf der Scheibe und mein einziger großer Kritikpunkt. Zweiterer ist ein willkommener Ruhepol, nach dem anstrengenden Vorspiel. Schöne Gitarrenläufe, wuchtiger Refrain und ein echt gelungener Einsatz von Streichern, guter Song.
Ab jetzt jagt ein Hit den nächsten. „Heretic“: Gute Leads, die zum Pre-Chorus führen, coole Drums, einen Refrain, den man einfach mitsingen muss und einen Ausbruch, der seines Gleichen sucht (die Soli)!
Wer noch Energie hat kann mit „Coming Home“ noch einmal richtig das Tanzbein schwingen. Die Wucht mit der dieser Song beginnt ist einfach unglaublich, die Leads klingen ein wenig nach der Kombination Murray/Smith, die Riffs bohren sich in den Gehörgang und der Refrain sitzt ohnehin schon fest!


Der vorletzte Song – jetzt wollen es AVENGED SEVENFOLD noch mal wissen, „Planets“ beginnt schwer, sehr schwer. Hypnotisch zieht der Pre-Chorus einen in seinen Bann, der Breakdown im eigentlichen Refrain tut sein Übriges. Die Orchestrierung steht diesem Lied erstaunlich gut und bereichert es ungemein. Hier stimmt alles, wobei: 45 Minuten! Ist das zu viel verlangt?

Mit „Acid Rain“ geht das Album, etwas ruhiger aber mit viel Gefühl, zu Ende. Die gute Orchestrierung aus „Planets“ bleibt erhalten die Drums untermalen diese Ballade sehr subtil, die Leads sind wieder richtig gut und der Gesang ist einfach nur mitreißend.
Fazit:

Ein echt gelungenes Album, viele Hits, wenige Füller – so sollte das sein.
Ich lege es immer wieder gern auf und entdecke hier und da auch noch ein paar Kleinigkeiten.

Hörtipps: „Shepherd of Fire“, „Heretic“, „Coming Home“ und natürlich „Planets“!
Bewertung: 8 von 10 Punkten

Tracklist:

01 .Shepherd of Fire
02. Hail to the King
03. Doing Time
04. This Means War
05. Requiem
06. Crimson Day
07. Heretic
08. Coming Home
09. Planets
10. Acid Rain

Besetzung:

M. Shadows – Vocals
Synyster Gates – Lead Guitar
Zacky Vengeance – Rhythm Guitar
Johnny Christ – Bass
Arin Ilejay – Drums

Für die Freunde der physischen Tonträger:

Neben diversen CD Varianten, von denen nur das Box-Set einen Bonustrack enthält, ist auch eine Vinyl-LP erhältlich (ohne Bonustrack)