TOOL?
Ja, es ist recht ruhig geworden um die dezent abgehobenen Freigeister. Doch abgesehen von all dem Mist, den sie sich während ihrer Hochphase auf Tournee geleistet haben, schlummert in den verworrenen Köpfen doch auch ordentliches Talent. Meiner Meinung nach wurde eben jenes Talent auf der La Te Ra Lus auf die Spitze getrieben. Songwriting jenseits von Gut und Böse und eine sphärisch, abstrakte Stimmung durch Text und Melodie, wie sie nur selten vermittelt werden, sind das Markenzeichen dieser Scheibe. Ihr Demo ist zwar ähnlich verstört, aber das beruht meines Erachtens auf dem Willen sich an Anstößigkeiten zu überschlagen.

10.000 Days dagegen ist nach La Te Ra Lus ein Album, welches zwar in die selbige Richtung schlagen sollte, allerdings an der künstlichen Produktion scheitert. Das Erdige fehlt und die Songs verbuchen weniger Variationen und intelligente Phrasen als auch Instrumentalpassagen, welche unter die Haut fahren. Steckt da vielleicht der Urian namens Erfolgsdruck dahinter? Wer weiß, wer weiß…?

Von einem Album war zwar vor mittlerweile vier Jahren die Rede, doch passiert ist da scheinbar noch nichts.

BOBO sagt: “Haltet die Ohren offen! Vielleicht sind die Jungs auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen und tüfteln momentan doch an einer vollwertigen Platte! Ein Griff ins Plattenregal ist es allemal wieder wert.”

Ciao und bis bald,
Euer Bobo